Michel-Schuldt, M. Meinung. Heb Wiss6, 7 (2025). https://doi.org/10.1007/s43877-025-1332-0 Springer https://link.springer.com/article/10.1007/s43877-025-1332-0
„Der Impulsvortrag von Karl-Josef Laumann beim 18. Deutschen Hebammenkongress Anfang Mai war für mich ein Highlight. Selten wurde so deutlich ausgesprochen, was viele von uns seit Jahren fordern: Eine starke, eigenverantwortlich organisierte Hebammenprofession braucht eigene Strukturen – und dazu gehört auch eine Kammer. Ich wünsche mir, dass meine Hebammenkolleginnen, unsere Landesverbände und der DHV dieses Signal aus der Politik als echte Chance begreifen. Der DHV übernimmt bereits Verantwortung innerhalb der bestehenden Strukturen. Doch wenn es gelingen soll, eine starke berufsständische Vertretung zu etablieren, muss die Perspektive weitergedacht werden: Der Verband könnte perspektivisch in die Vertreterversammlungen und Vorstände der Kammern einziehen – als Teil einer zukunftsfähigen Selbstverwaltung der Profession. Ziel muss eine klare berufliche Selbstverwaltung sein – für eine sichere, flächendeckende Versorgung von Frauen und Familien und eine nachhaltige Professionalisierung unseres Berufsstandes. Wenn dieser Weg also bedeutet, gewohnte Privilegien aufzugeben, dann ist das aus meiner Sicht ein sehr fairer Preis für mehr Zukunftsfähigkeit, Gestaltungskraft und fachliche Unabhängigkeit.“